Schuften für den Krieg, Ieper
Ab 1917 wurden rund 140.000 chinesische Arbeiter für den Ersten Weltkrieg nach Europa geholt. Filme, Fotos, Kleidung, Werkzeug und persönliche Habseligkeiten beleuchten den Alltag und das Schicksal der chinesischen Arbeiter hinter der Front.
Die Chinesen verrichteten harte Arbeit um die Truppen zu unterstützen. Dies fand aber auch mit dem Waffenstillstand kein Ende: Bis Anfang 1920 wurden die Kulis eingesetzt, um Schutt und Munition wegzuräumen oder Tote zu begraben. Für die Chinesen war der Krieg in Europa eine besondere Erfahrung, die viele Spuren hinterlassen hat. In Flandern erinnern chinesische Grabsteine, aber auch viele Volkserzählungen an die chinesische Präsenz. Die Ausstellung „Schuften für den Krieg“, in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv von Weihai (China), erweckt dieses vergessene, aber fesselnde Kapitel des Ersten Weltkriegs mittels Objekten aus dem In- und Ausland wieder zum Leben. |